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The Spode Company |
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Blue Printed Earthenware |
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Die Geschichte der blau-weißen Keramik ist wirklich ein Kapitel
für sich und eins meiner Lieblingsthemen. An verschiedenen Stellen habe ich mich
auf dieser Homepage bereits darüber ausgelassen. Es ist unglaublich spannend,
auf den Spuren berühmter englischer Sammler zu wandeln, die Geschichte ihrer
Leidenschaft zu verfolgen und es ist absolut unmöglich, dabei nicht selbst
süchtig zu werden. Weder berühmt, noch englisch, kann ich dennoch einem schönen Stück, egal wie alt, nur selten widerstehen. Allerdings gibt es für meine Art des Sammelns zum Glück eine wesentliche Einschränkung: Nur Blue Printed Earthenware kommt in Frage. Dieses älteste Reproduktionsverfahren für Keramik-Dekore wird seit 1784 in Stoke on Trent angewandt. Die Motive werden dabei von einem Kupferstich auf ein hauchdünnes Papier abgezogen und durch Auflegen auf die Keramik, bevor die Farbe getrocknet ist, übertragen. Klar, daß das eine ganz diffizile Angelegenheit ist, die jahrelange Erfahrung braucht und sehr starke Nerven, denn durch ein kleines Verwackeln ist leicht das ganze Stück verdorben. |
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Die Kupferstichabzug-Technik in der Spode Manufaktur |
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Für mich besteht der besondere Reiz der Kupferstich-Abzug-Technik
darin, daß wir es mit Original-Grafik zu tun haben. Auf alter Keramik finden wir
die ganze Palette künstlerischen Ausdrucks repräsentiert: Zeugnisse
meisterlicher Kunst mit feinsten Nuancen stehen neben rührend naiven Abbildungen
volkstümlicher Motive. Noch heute ist es möglich, von historischen Platten, die im 18. oder 19. Jahrhundert entstanden sind, auf neue Keramik zu übertragen. Die Manufaktur Spode arbeitet ihre legendäre Blue Printed Earthenware exakt nach der gleichen Methode, wie in den Anfängen dieses Traditionsunternehmens und der Name "SPODE" gilt beinahe als Synonym für "Blue&White". Eines der legendärsten Dekore in der Geschichte der "Transfer Ware", Josiah Spode`s "Blue Italian" steht noch immer, seit 1816 nahezu unverändert, im Programm der Manufaktur und dokumentiert durch die Delikatesse der Darstellung das hohe künstlerische Niveau der Kupferstecher während des Regency. |
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| Das Motiv "Blue Italian" fasziniert bis in die Gegenwart. Es ist nach wie vor der Bestseller unter der Spode-Keramik und im Laufe seiner Geschichte auf etwa 700 verschieden Teilen verwendet worden. Die Herkunft gibt Sammlern und Forschern jedoch noch immer noch Rätsel auf. Die Stecher verwendeten ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert, der Zeit der Griechenland- und Italien-Schwärmerei und der großen Bildungsreisen, natürlich sehr gerne Szenen antiker Städten. Bei der Ruine am linken Flußufer könnte es sich um die Überreste eines berühmten Bades bei Tivoli handeln. Der gemauerte Bogen deutet auf ein Aequadukt, eine Wasserleitung, hin. 1974 wurde ein federgezeichnetes Aqarell aus dem Ende des 18. Jahrhunderts entdeckt, welches so genau "Blue Italian" entspricht, das es sicher scheint, daß es sich um die Vorlage zu dem Dekor handelt, obwohl normalerweise immer Drucke dazu verwendet wurden und niemals gemalte Bilder. In der Zeitschrift "Country Life", Ausgabe 9. Mai 1974 können wir lesen, daß dieses Landschaftsbild womöglich von dem holländischen Maler Frederick de Moucheron (1633-1686) stammt. Der Autor schreibt, daß Moucheron "...ein gewandter Maler einer großen Menge schöner, besonders dekorativer Landschaften, häufig mit italienischer Szenerie...." war. Es wurde bis heute kein alter Stich mit dem kompletten Motiv ausgemacht, aber viele Künstler, flämische und französische, verwendeten seine Elemente. | |||
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| Aber natürlich ist "Blue Italian" nicht nur für Sammlerinnen interessant, denn man kann es ja auch ganz einfach benutzen. Ein paar hübsche Einzelstücke, wie zum Beispiel Schalen oder Krüge, machen sich genauso gut im Haushalt der ästhetischen Hausfrau, wie ein komplettes Tee-, oder Kaffee-Service. Hat man allerdings erst diese, läßt sich der Einzug des Speise-Services oft nicht mehr verhindern ;-) | |||
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